Sexualisierte Werbung
Schauspielerin Sydney Sweeney wirbt nackt für Sportwetten - Kritik von Sportlerinnen

Die US-amerikanische Schauspielerin Sydney Sweeney hat mit einer Werbekampagne Kritik auf sich gezogen. Für einen Sportwettenanbieter zeigt sich Sweeney auf Bildern und Videos nackt oder halbnackt mit verschiedenen Sportgeräten.

    Sydney Sweeney posiert beim Armani-Beauty-Event im Rahmen der 83. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig für die Fotografen.
    Sydney Sweeney hat mit einer Werbekampagne Kritik auf sich gezogen. (Scott A Garfitt / Invision / dpa / Scott A Garfitt)
    Zahlreiche Sportlerinnen übten scharfe Kritik. "Als ehemalige Sportlerin und Frau, die persönlich sexualisierende Kommentare erlebt hat, bin ich wirklich angewidert und tief enttäuscht von dieser Kampagne. Wir haben jahrelang gekämpft, um für unser Talent, unsere Stärke und unsere Erfolge gesehen und respektiert – und nicht auf unsere Körper beschränkt zu werden", schrieb die frühere polnische Tennisspielerin Zuzanna Dziewiecka auf Instagram unter das Werbevideo ."Hört auf, Frauen im Sport zu sexualisieren", kommentierte die britische Athletin Lucy Davis. Die australische Wasserball-Spielerin Tilly Kearns schrieb, sie "hasse" die Kampagne, und die frühere australische Profi-Schwimmerin Ariarne Titmus schrieb, "ich kann gar nicht beschreiben, wie wütend ich bin, wenn ich das sehe." Sie habe gedacht, diese Art von "Bullshit"-Marketing gehöre der Vergangenheit an, so Titmus weiter. "Wie können wir in einer Welt leben, in der die Kommerzialisierung des weiblichen Körpers und die Sexualisierung des Frauensports immer noch gängige Praxis sind?"
    Bereits im vergangenen Jahr hatte Sweeney mit einer Kampagne für eine US-Modemarke für eine Kontroverse gesorgt. "Sydney Sweeney hat tolle Jeans", lautete der Slogan - ein Wortspiel, denn die englischen Worte für Gene - "Genes" - und das Wort Jeans klingen gleich. Für das Wortspiel, aber auch für die Art, wie sich die Schauspielerin in Szene setzte, wurde sie heftig kritisiert.
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.