Internationale Reaktionen
Scholz warnt Iran vor weiteren Angriffen - Baerbock: Israel ist stark - G7 und UNO-Sicherheitsrat tagen

Der Angriff des Iran auf Israel hat international Befürchtungen vor einer Eskalation ausgelöst.

14.04.2024
    Außenministerin Baerbock gibt ein Statement im Auswärtigen Amt. Sie blickt ernst in die Kamera. Hinter ihr sieht man eine Deutschland-Flagge.
    Bundesaußenministerin Baerbock verurteilt iranischen Angriff auf Israel. (Fabian Sommer / dpa / Fabian Sommer)
    Bundeskanzler Scholz sagte am Rande seines China-Besuchs in Chongqing, man könne nur alle warnen, insbesondere den Iran, so weiterzumachen. Der Angriff sei unverantwortlich und durch nichts zu rechtfertigen. Scholz, der am Nachmittag an einer Schaltkonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage teilnimmt, mahnte zur Besonnenheit. Bundesaußenministerin Baerbock sagte nach einer Sitzung des Krisenstabes im Auswärtigen Amt, der Iran habe den Nahen Osten an den Rand des Abgrunds geführt. Israel habe gezeigt, dass es stark sei und sich verteidigen könne, während der Teheran isoliert sei.
    US-Präsident Biden bekräftigte die unerschütterliche Unterstützung seines Landes für die Sicherheit Israels. In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es später, die USA wollten weder eine Eskalation noch Krieg mit dem Iran.
    Auch zahlreiche europäische Staaten versicherten Israel ihre Solidarität und warnten vor der Gefahr eines Flächenbrandes in der Region. Die Türkei rief den Iran zur Deeskalation auf. Russland forderte eine diplomatische Lösung im Nahen Osten. Am Abend befasst sich der UNO-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Thema.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.