Nach AfD-Sieg
"Schwarze Menschen gehören zu Sachsen-Anhalt" - Minderheitengruppen betonen Widerstandswille

Weitere Minderheitenvertreter haben ihre Sorgen und ihren Widerstandswillen nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt bekundet.

    Nahaufnahme von Tahir Della vor einem kleinen schwarzen Mikrofon.
    Tahir Della, Vorstand im Verein "Initiative Schwarze Menschen in Deutschland" (ISD) (dpa / Felix Zahn)
    Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland teilte mit, man lasse sich nicht aus diesem Land herausdefinieren. Schwarze Menschen gehörten zu Sachsen-Anhalt. Ihre Existenz sei auch in anderen Bundesländern nicht verhandelbar, ebenso wie ihre Rechte und ihre Würde. Die Türkische Gemeinde in Deutschland forderte konkrete Schutzgarantien für alle, die zur Zielscheibe rechtsextremer Gewalt werden. Es gehe um konkrete Menschen, die sich fragten, ob sie auf der Straße noch sicher seien, ob ihre Kinder angstfrei zur Schule kämen und ob sie in diesem Land weiterhin selbstverständlich dazugehörten, sagte die Bundesvorsitzende Çağlar. Niemand dürfe zur Zielscheibe werden, weil er migrantisch gelesen werde, einer anderen Religion angehöre, queer sei oder nicht in das völkische Weltbild der extremen Rechten passe. Ähnlich hatten sich gestern andere geäußert.
    In Sachsen-Anhalt kündigten zivilgesellschaftliche Akteure an, aktiv zu bleiben. Es gehe darum, Menschen zu unterstützen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt würden, hieß es. Man werde Schutz organisieren. In Halle wurde eine Anlaufstelle für besorgte Bürger eingerichtet. Man fange hier damit an, offen über die eigene Angst zu reden, statt allein zu Hause zu sitzen.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.