
Die schwedische Bildungsministerin Mohamsson sagte in Stockholm, die Schüler müssten ihre Handys zu Beginn des Schultags abgeben und bekämen sie an dessen Ende zurück. Das Verbot ab dem 1. August werde auch für die Nachmittagsbetreuung an den Schulen gelten.
"Soziale Medien auch Ort von Missbrauch und Mobbing"
Mohamsson argumentierte, zwar seien Handys aus dem Leben von Schülern nicht mehr wegzudenken. Doch seien Smartphones und soziale Medien auch ein Ort, an dem Missbrauch und Mobbing stattfänden. Das Verbot könne sowohl dafür sorgen, dass Schüler besser lernten, als auch zu einer besseren psychischen Gesundheit der Kinder führen.
In der Praxis gilt bereits an vier von fünf schwedischen Schulen ein Handyverbot. Denn schon jetzt können Grundschulrektoren selbst darüber entscheiden. Das reiche aber nicht aus, sagte die Bildungsministerin. Einer Untersuchung der schwedischen Gesundheitsbehörde und der Medienbehörde aus dem Jahr 2024 zufolge verbrachten Schüler der siebten bis neunten Klasse fast sieben Stunden täglich vor dem Bildschirm - die Schulzeit nicht mitgerechnet.
Schulverbote bereits in mehreren Ländern
In mehreren europäischen Ländern wie etwa Frankreich oder den Niederlanden greifen Handyverbote im Unterricht schon länger. Italien verbietet die Smartphonenutzung auch in höheren Klassen. In Deutschland hatte sich kürzlich Bundeskanzler Merz für ein Verbot von Handys an Grundschulen ausgesprochen
Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
