Nach Wahlniederlage
Schwedischer Ministerpräsident Kristersson erklärt Rücktritt

Nach dem Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl in Schweden hat Ministerpräsident Kristersson seinen Rücktritt angekündigt. Das erklärte der konservative Politiker auf der Plattform X. Er schrieb, das Wahlergebnis mache die Bildung einer neuen Regierung kompliziert.

    Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson (Moderate Sammlungspartei) verlässt am Tag nach der äußerst knappen Parlamentswahl in Schweden den Amtssitz, das Sager-Haus, in Stockholm.
    Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson (Moderate Sammlungspartei) tritt zurück. (picture alliance/TT NEWS AGENCY/Claudio Bresciani)
    Nötig sei eine konstruktive Offenheit der Parteien. Laut dem vorläufigen Ergebnis, das die Wahlkommission in Stockholm mitteilte, erzielt das Mitte-Links-Bündnis um die Sozialdemokratin Andersson 176 Parlamentssitze. Das konservative Lager inklusive der Rechtspopulisten kommt auf 173 Mandate. Das endgültige Wahlergebnis soll am Wochenende feststehen.
    Eine Regierungsbildung dürfte auch deshalb schwierig werden, weil die Mitte-Links-Parteien bei vielen Themen zum Teil weit auseinander liegen. Außerdem lehnt die Zentrumspartei eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei bisher ab.
    Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.