Klima
Seetang vor Grönland bindet offenbar mehr Kohlenstoff als angenommen

Seetang vor Grönlands Küste bindet offenbar deutlich mehr Kohlenstoff als bisher angenommen. Damit leistet Seetang einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz.

    Unterwasseraufnahme des Blasentangs mit länglichen, gelbgrünen Blättern.
    Der Blasentang sondert einen Schleim ab, der dauerhaft CO2 speichert. (picture alliance / Hinrich Bäsemann)
    Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung und des Helmholtz-Zentrums Hereon. Durch die Analyse von Satellitenbildern, Driftbojen-Daten und hochauflösenden Strömungsmodellen konnte das internationale Forschungsteam zeigen, wie der Seetang – und damit auch der darin gebundene Kohlenstoff – durch Ozeanströmungen zunächst weit weg von der Küste transportiert wird. Winterstürme sorgen für eine starke Durchmischung des Wassers. Dadurch sinkt der Seetang in die Tiefsee und der Kohlenstoff wird dem atmosphärischen Kreislauf langfristig entzogen.
    "Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass der Kohlenstoff aus grönländischem Seetang durch eine Abfolge physikalischer Prozesse effektiv dem schnellen Recycling entzogen wird", erklärte Studienleiter Daniel Carlson.
    Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.