Erinnerung an getötete Athleten
EU-Abgeordnete bitten IOC um Umdenken - ukrainischer Skeleton-Sportler wegen seines Helms disqualifiziert

Nach der Disqualifikation des ukrainischen Skeleton-Sportlers Wladyslaw Heraskewytsch fordern mehrere EU-Abgeordnete das Internationale Olympische Komitee auf, die Entscheidung zu überdenken.

    Cortina d'Ampezzo: Wladyslaw Heraskewytsch aus der Ukraine startet zu seinem Lauf.
    Wladyslaw Heraskewytsch wurde disqualifiziert. (Alessandra Tarantino / AP / dpa / Alessandra Tarantino)
    Man halte den Ausschluss für falsch, zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus einem Brief von rund 40 Abgeordneten. Initiator sei der Grünen-Politiker Marquardt. Weiter heißt es, die Sanktionierung des Gedenkens berge die Gefahr, selbst als politische Entscheidung wahrgenommen zu werden und damit den olympischen Gedanken zu untergraben.
    Das IOC hatte Heraskewytsch wegen seines Helms disqualifiziert. Auf ihm sind Abbildungen ukrainischer Olympioniken zu sehen, die im russischen Angriffskrieg getötet wurden. Laut IOC-Regeln sind an den Wettkampfstätten politische Botschaften untersagt. Allerdings ist umstritten, ob es sich bei Heraskewytschs Helm um eine solche handelt.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.