Freitag, 19. August 2022

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Sex, Drugs, Rock'n'roll

Die Anfahrt von Osten führt durch ein typisches Stück Amerika. Ein schnurgerader, sechsspuriger Highway, schier endlos und gesäumt von Einkaufszentren mit den üblichen Ketten: Fast-Food-Läden, Tankstellen, Supermärkte, Discounter aller Art. Und drum herum schachbrettartige Wohnsiedlungen mit eingeschossigen Fertighäusern. Das ist Springfield, Oregon - eine Stadt, wie am Reißbrett entworfen, in der alles den Erfordernissen der automobilen Gesellschaft untergeordnet ist.

Von Tom Noga und Flora Jörgens | 06.01.2008

    Dann geht es über den Willamette River nach Eugene. Und das Bild ändert sich. Eugene liegt malerisch zwischen zwei grünen Hügeln. Häuser im viktorianischen Stil mit Erkern und Verandas prägen die 150.000-Einwohner-Stadt. Öffentliche Busse verkehren, und die Menschen flanieren auf Bürgersteigen oder sie sind per Fahrrad unterwegs - auf bestens ausgebauten Radwegen.

    Hinein ins Zentrum, vorbei an Geschäften, die noch in Familienbesitz sind. Auf einem Platz eine Bronzestatue: ein Mann im Arbeitshemd, Schiebermütze auf dem Kopf. Er liest drei Kindern aus einem Buch vor. Der vor sechs Jahren verstorbene Schriftsteller Ken Kesey, dem diese Statue gewidmet ist, war Eugenes berühmtester Sohn, seine Romane "Manchmal ein großes Verlangen" und vor allem "Einer flog über das Kuckucksnest" waren Bestseller.

    "Ohne LSD hätte ich nie so gut schreiben können. Es ist, du siehst die Welt aus einem neuen Blickwinkel. Dieses Gefühl, es geht von den Augen bis in die Fingerspitzen. LSD ist der Weg zur Erleuchtung. Für alle, die an einer besseren Welt interessiert sind."

    Ken Kesey in den 1960er Jahren. Er gilt als einer der begabtesten jungen amerikanischen Schreiber. Doch im Grunde ist er längst fürs bürgerliche Leben verloren, denn ein paar Jahre zuvor hat er als Freiwilliger an Experimenten der CIA mit der halluzinogenen Droge LSD, kurz: Acid, teil genommen. Die LSD-Erlebnisse haben ihm so gut gefallen, dass er auf seiner Farm in La Honda, eine Autostunde südlich von San Francisco, seine eigenen Acid-Tests veranstaltet. Es sind wilde Partys mit einer ausgeklügelten Lichtshow. Für die musikalische Untermalung sorgen die Warlocks, die sich später in Grateful Dead umbenennen sollten.

    Sie fuhren also die Küstenstraße hinauf, California Route 1, bogen dann bei San Gregorio in die Staatsstraße 84 ein, und dann ging's weiter in den Rotholzwald hinein; die letzte Kurve und sie sind bei Kesey.

    Aus dem Buch "Unter Strom" von Tom Wolfe.

    Sie fahren weiter, über die Brücke, steigen aus und gehen ins Haus. Drinnen strömt helles Licht durch die französischen Türen auf das gottverdammteste Chaos.
    Und auf dem Boden, auf den Stühlen, auf den Tischen, auf der Couch: Spielzeug und Tonbandgeräte und Teile von Tonbandgeräten; und Filmzubehör und Teile von Filmzubehör, und Bänder und Filme quer über den ganzen Laden verteilt, verflochten mit Kabeln und Steckern, und ein großes Stück einer Zeitungsschlagzeile, ausgeschnitten und an die Wand geheftet: HEIL ALLEN RÄNDERN.


    1964 hat Keseys 14 Gleichgesinnte um sich geschart. Es sind junge Menschen, die sich im statischen und engen Amerika der Nachkriegszeit nicht heimisch fühlen. Auf Keseys Farm können sie ihre Träume ausleben. Sie nennen sich Merry Pranksters, fröhliche Possenreißer. Ken Babbs und Mountain Girl, zwei Pranksters erinnern sich.

    "Es fing alles mit diesem Musical über diesen Narren an. Wie heißt der noch mal, Golenstiegen."

    "Till Eulenspiegel."

    "Genau, Till Eulenspiegel, er steht am Anfang der Merry Pranksters."

    "Wir hatten alle das Buch gelesen, eine tolle Geschichte. Es handelt davon, wie man als Gauner den Lauf der Welt verändern, sein Auskommen finden und gleichzeitig ein spannendes Leben führen kann."

    "Wie schön! Die Leute fragen mich immer, was ein Prankster ist, so eine klasse Erklärung habe ich noch nie gehört."

    Die Beiden sind bestens aufeinander eingespielt. Ken Babbs, der wie ein Wasserfall redet und dabei wild gestikuliert. Ein Springteufel mit Hakennase und schelmenhaftem Grinsen, hyperaktiv auch im Rentneralter. Und Mountain Girl, die bedächtig wirkt. Ihr schulterlanges Haar ist grau. Sie trägt ein schwarz-weiß gestreiftes T-Shirt und Jogginghose.

    Als Merry Pranksters haben Babbs und Mountain Girl Pop-Geschichte geschrieben. Und wenn es so etwas wie die Stunde Null der Flower-Power-Generation gibt, dann schlug sie am 7.August 1965 bei einer Party in La Honda. Die Hells Angels waren dabei und zahlreiche Künstler aus San Francisco, darunter der Dichter Allen Ginsberg und der noch weitgehend unbekannte Journalist und Schriftsteller Hunter S. Thompson. Richard Alpert kam, der als Professor für Psychologie gemeinsam mit seinem Kollegen Timothy Leary mit LSD und anderen bewusstseinserweiternden Drogen experimentierte. Und Neal Cassady ist zu den Pranksters gestoßen. Cassady ist eine Legende aus der Beat-Generation, er stand Pate für Dean Moriarty, den coolen Herumtreiber aus Jack Kerouacs Kultroman "Unterwegs."

    Regie Blende zu Musik 3 ("Viola Lee Blues" von Grateful Dead).

    Mountain Girl: "Kesey fuhr zu einer Lesung nach San Francisco, und dort las Freewheelin' Franklin sein episches Gedicht über die Hells Angels und was es bedeutet, ein Angel zu sein. Kesey war sehr beeindruckt und lud sie ein, und eh wir uns versahen, waren da 60, 70 von ihnen. Wir wussten gar nicht, wie wir uns verhalten sollten."

    Babbs: "Bei den Angels ist das immer schwierig, aber diese Party war prima. Sie sahen sich als Ausgestoßene und Gesetzlose, die einfach taten, was sie wollten. Das war lange bevor sie anfingen, sich mit Amphetaminen aufzuputschen, bevor sie Gangster und Medienfiguren wurden und richtig Geld machten."

    "Dann stand Allen Ginsberg vor dem Mikrofon mit Fingerzymbeln in jeder Hand, tanzte im Kreis, den Bart bis auf den Bauch , und jaulte Hindugesänge ins Mikrofon: Hare krishna, hare krishna, hare krishna - was zum Teufel issn harri krishna... wer issn dieser Harry-Freak - aber man kann einfach nicht anders, auf den Knaben da oben muss man einfach abfahren, da ist nichts zu machen..."


    Mountain Girl: "Die Party ging über ein paar Tage. Und die Bullen standen am Ende der Auffahrt und haben jeden, der weg wollte, angehalten."

    Babbs: "Jeder wurde angehalten und gefilzt. Auch Hunter S. Thompson auf seinem Motorrad. Er wollte zu einer Bar oder so, und er hatte seinen Hund im Schlepptau. Die Bullen haben ihn nicht angehalten, weil er zu schnell war, sondern weil er diesen Hund hinter sich her zog."
    Nach dieser Party beginnen die Merry Pranksters ihre Acid Tests zu exportieren. Erst entlang der Westküste, dann auch in andere Gegenden der USA. Sie reisen in einem schreiend bunt besprühten Schulbus, den sie mit Lautsprechern, Mikrofonen und Kameras ausgerüstet haben. So lässt sich die Außenwelt beschallen und gleichzeitig deren Reaktion aufnehmen und filmen. Vorn prangt ein Schild: Furthur - Weiter.

    Es war ein Überfall auf ein nichts ahnendes Amerika. Kesey und Babbs saßen obenauf in ihren rot-weiß gestreiften Hemden und bedudelten die Passanten. Dieses Bedudeln lief so ab, dass man sich auf die Plattform des Busses setzte und auf den Leuten spielte, als wären diese Instrumente - die arme komatöse Welt da draußen. Wenn einen ein Typ anstarrte mit Schweinsäuglein und total vergrätzt, dann spielte man auf der Flöte Töne wie von einem sterbenden Elefanten

    "Ken war aus Springfield, er kam immer wieder mal her. Aber ich bin, glaube ich, nicht vor 1966 in Oregon gewesen. Nee, das erste Mal sind wir für den Acid Tests nach Portland hoch gefahren."

    " Das war doch, als der Bus kaputt ging und in Brand geriet und so."

    "Wir haben einen Lieferwagen gemietet und alles auf die Ladefläche gepackt: die Grateful Dead, ihre Anlage, die Pranksters. Wir lagen da und froren - es hab ja keine Heizung."

    "Wir kuschelten uns unter diesen großen Decken aneinander."

    "Du bist doch gefahren."

    "Aber ab und an habe ich eine Pause gemacht und mit gekuschelt."

    "War das unbequem. Und es hat geschneit, das gab's damals ja noch. Es lag jede Menge Schnee, mindestens 50 Zentimeter, bei Temperaturen unter Null - schrecklich. Auf den ersten Blick hat mich Oregon nicht beeindruckt."

    Mountain Girl lehnt sich zurück. Von ihrer Terrasse schweift der Blick bergab auf Wiesen, auf denen Pferde grasen, und hinauf in nicht enden wollende Wälder. Es ist Frühling, die schönste Jahreszeit in Oregon. Alles ist grün, und die Sonne hat schon Kraft. Es war ein schöner Zufall, dass sie Oregon eine zweite Chance gab.
    Der Sommer der Liebe 1967 ist der medienwirksame Höhepunkt von Flower Power und gleichzeitig dessen Ende. LSD, bis dato legal, wird verboten, die Drogengesetze werden verschärft. Kesey wandert für den Besitz von wenigen Gramm Marihuana ein halbes Jahr ins Straflager. Nach der Haft lässt er sich auf der Farm seiner Familie bei Eugene nieder. Mountain Girl schließt sich den Grateful Dead an und heiratet deren Sänger Jerry Garcia. Nach der Trennung von ihrem Mann Anfang der 70er Jahre zieht auch sie nach Eugene. Ebenso wie die anderen Pranksters.

    "Es ist doch schön, nah beieinander zu leben. Dann die gute Schule... mir gefällt's hier."

    "Wir sind zusammen gekommen und wir sind immer noch die gleiche Clique."

    "Ein paar fehlen. Ken Kesey, Hagen, Ramrod, Sandy Lehmann-Haupt, Zonker. Viele unserer Freunde sind nicht mehr unter uns."

    "Sie warten auf uns und bereiten den Prankster-Himmel für uns vor."

    "Hier lässt sich's leben, Kalifornien kann ich mir jedenfalls nicht mehr leisten."

    "Eugene ist eine Hippie-Hochburg, deshalb ist ja die beste Stadt der Welt. Fahr durch die Straßen und du siehst, dass die Leute in ihren Vorgärten etwas anbauen, viele der Häuser haben sie selbst gebaut und auf den Dächern haben sie Solarzellen. Wie Timothy Leary einmal sagte, als wir mit Kesey durch die Stadt fuhren: "In Eugene ist die Zeit stehen geblieben." Wir haben sogar öffentlichen Nahverkehr, und zwar umsonst."

    Vielleicht sind die Uhren hier wirklich stehen geblieben. Eugenes Innenstadt ist belebt, mit vielen kleinen Cafés, Kneipen und Buchläden. Kein Vergleich zu den anderen Städten des Westens, deren Zentren bloße Finanzdistrikte sind, die sich nach Büroschluss schlagartig leeren. Jedes Jahr im Juli findet auf einer Farm außerhalb der Stadt das mit über 50.000 Besuchern größte alternative Festival der Welt statt, die Oregon Country Fair, eine Mischung aus Woodstock und gigantischem Markt für Kunstgewerbe und Öko-Produkte aller Art.

    In Eugene entstand Aprovecho, eine weltweit anerkannte Organisation, die billige und effiziente Öfen für Haushalte in der so genannten Dritten Welt entwickelt.

    Oder CAT, das Center for Appropriate Transportation. Auf den ersten Blick ist CAT ein Fahrradladen, nur sind alle Räder handgefertigt. CAT bietet einen nicht motorisierten Lieferservice an, auch für sperrige Güter, und einen Parkdienst für Leute, die abends zum Kino oder Restaurant strampeln - valet parking einmal anders. Wer sein Rad reparieren muss, kann die Werkstatt mieten, mit oder ohne Mechaniker. Die Konstrukteure werden bei CAT im Rahmen eines dualen Systems aus Schule und Lehre ausgebildet - das Programm richtet sich mit großem Erfolg an Jugendliche, die im normalen Schulbetrieb nicht zurecht kommen.

    Und dann ist da die Springfield Creamery, eine Molkerei. Sie gehört Chuck Kesey, Kens Bruder. Und sie ist ein Anachronismus, ein Überbleibsel aus einer Zeit, als die Landwirtschaft noch nicht von anonymen Konzernen dominiert wurde. Dass die Springfield Creamery überlebt hat, ist Nancy Hamren zu verdanken.

    "Ich war ein Hippie und lebte in San Francisco. Ken Kesey lud mich mit meinem damaligen Freund, Mountain Girls Bruder auf seine Farm ein, und weil ich bei Chuck Arbeit als Buchhalterin fand, blieb ich. Zu Hause habe ich immer meinen eigenen Joghurt gemacht, und irgendwann schlug Chuck vor, ihn in der Molkerei zu produzieren. Das war vor 37 Jahren."
    Heute ist "Nancy's Yogurt" eine Produktlinie, die in Öko-Läden und neuerdings auch in ausgewählten Supermärkten vertrieben wird. Eine Erfolgsgeschichte, die ohne die Grateful Dead nicht möglich gewesen wäre. Als die Molkerei der Keseys 1972 wegen Steuerschulden vor der Schließung stand, war die Band mit einem Benefizkonzert zur Stelle. Bis zum Tod Jerry Garcias holten die Keseys die Grateful Dead jeden Sommer nach Eugene zurück, zuletzt spielte die Band im Stadion der Oregon Ducks vor 40.000 Zuschauern. Bis heute mischt die Familie bei Veranstaltungen in Eugene mit.

    Die Springfield Creamery ist ein Familienbetrieb im klassischen Sinne. Wie Nancy sind alle Angestellten schon lange dabei. Sie können Auszeiten nehmen, um zu studieren oder einfach nur zu reisen - der Job bleibt sicher. Wer finanzielle Probleme hat, erhält günstige Kredite. Und im Gewächshaus hinter der Molkerei kann jeder Mitarbeiter Obst oder Gemüse anbauen. "Wir zeigen, dass Alternativen zum Turbo-Kapitalismus möglich sind", sagt Chuck Kesey. Chuck ist klein und kräftig, ein bodenständiger, verschmitzter Mann mit Backenbart und Knollennase.

    In den 60er Jahren war auch er mit den Merry Pranksters unterwegs. Nicht auf jeder ihrer Busreisen, er trug ja Verantwortung für die Molkerei, und manchmal auch nur als Fahrer - einer musste ja nüchtern bleiben.

    "Wenn man die heutige politische Landschaft betrachtet, fallen Parallelen zu damals auf. Damals musstest du mit dem Strom schwimmen, sonst gab es Ärger. Heute ist es wieder so, unser Präsident macht das klar, wenn er sagt: Du bist entweder für oder gegen uns. Mit dem Bus unterwegs zu sein, brachte die Leute regelrecht in Rage, ständig sprangen Polizisten um uns herum und versuchten uns für irgendetwas dran zu kriegen. Das war gruselig. Sie wussten nicht recht wofür, aber als guter Christ hatte man nicht so viel Spaß zu haben wie wir. Spaß war gegen die Regeln."

    Samstag auf dem Markt zwischen 8. Avenue und Oak Street. Die Regeln sind streng, verkauft wird nur selbst Hergestelltes oder Angebautes: Gemüse, Obst, Kleidung, Schmuck. Die meisten Händler sind in Ehren ergraute Hippie-Veteranen. Auf einer Wiese eine Gruppe Hare-Krishna-Anhänger in ihren orangefarbenen Gewändern, die Schädel rasiert.

    In der Mitte des Markts die Imbiss-Stände, davor eine Bühne. Von morgens um neun bis nachmittags um sechs wechseln sich die Bands und Sänger im Stundenrhythmus ab. Nur die Musik ändert sich nicht groß: viel Folk, ein bisschen Blues, und wer keine eigenen Lieder vorträgt, greift auf das Repertoire Bob Dylans oder das der Grateful Dead zurück.

    Eine Gruppe Demonstranten zieht über den Markt, sieben, acht Personen. Sie tragen eine überlebensgroße Puppe mit Pinocchio-artiger Nase vor sich her - unverkennbar Präsident George W Bush. Ihr Ziel ist die Free Speech Plaza auf der anderen Straßenseite. Der Platz wurde 2005 im Gedenken an Wayne Morse eingeweiht. Morse hat Oregon von 1945 bis 69 im Senat vertreten. 1964 machte er Furore - als einer von zwei Volksvertretern, die gegen den Vietnamkrieg stimmten.

    Wie jeden Samstag drängen sich die Menschen auf der Free Speech Plaza. Zuweilen werden hier heiße politische Debatten geführt, für die es nur zwei Regeln gibt: Jeder darf ausreden und Beleidigungen sind nicht erlaubt. Dan Boyer ist jeden Samstag hier. Und jeden Samstag trägt er seine Uniform aus den Vietnamkrieg, mit Namenschild, Flagge und zwei Auszeichnungen wegen besonderer Tapferkeit.

    "Ich trage meine Uniform immer noch, und ich bin stolz darauf, denn ich sehe mich immer noch als jemanden, der für die Freiheit der Menschen kämpft. Mit der Cannabis Legalisation Front kämpfe ich für die Legalisierung von Cannabis für medizinische, industrielle und persönliche Zwecke. Wir glauben an Gott, und Gott hat Cannabis geschaffen. Es steht uns nicht zu, eine Pflanze für illegal zu erklären. Denn das hieße, dass Gott sich geirrt hätte."

    An Dans Stand liegen zahlreiche Broschüren aus. Und jeden Mittwoch geht er auf Kanal 29 auf Sendung. Kanal 29 ist Bürgerfernsehen - eine Besonderheit, die es so nur in Eugene gibt. Für eine Monatsgebühr von 100 Dollar kann sich jeder eine Stunde Sendezeit pro Woche sichern. Und so wettert Dan vor der Kamera gegen die Drogengesetze, er interviewt Polizisten, die in sozialen Brennpunkten Dienst tun, und er lauert Politikern auf, um sie im Stile des Dokumentarfilmers Michael Moore in Streitgespräche zu verwickeln. "Alle Städte sollten sein wie Eugene ", sagt Dan, "so frei und offen und tolerant. Dann wäre unsere Welt eine bessere."