Samstag, 28. Mai 2022

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Sexismus, Feminismus, Gewalt
Alltägliche Erfahrungen, Folgen und Forderungen

Nach der Silvesternacht in Köln wurden die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen instrumentalisiert: gegen die Täter aus dem nordafrikanischen Raum, und von Menschen, die sich normalerweise wenig für Frauenrechte stark machen. Das sagen engagierte Frauen und Feministinnen.

Moderation: Karin Fischer | 12.02.2016

Ein Mann ballt seine Hand zur Faust, vor ihm eine Frau auf einem Sessel, die sich ängstlich die Hand vor ihr Gesicht hält.
Häusliche Gewalt gegenüber Frauen in der Partnerschaft ist alltäglich. (dpa picture alliance / Inga Kjer)
Denn sexualisierte Gewalt ist, auch in Deutschland, ein fortwährendes Problem, das in allen gesellschaftlichen Gruppen vorkommt und das alle betrifft. Vor allem aber wurde seither viel über die Täter, denkbar wenig aber über Frauen gesprochen.
Das Kulturgespräch nimmt die alltägliche Gewalterfahrung von Frauen in den Blick; diskutiert die Entwicklungen im Sexualstrafrecht; thematisiert die Möglichkeit neuer Allianzen im Feminismus jenseits der eurozentristischen Perspektive; und fragt nach der Lebenswirklichkeit von Frauen zwischen erotischer Selbstbestimmung und einem sexualisierten Frauenbild in der Werbung.
Studiogäste:
  • Monika Hauser, Gründerin von "medica mondiale" und Trägerin des Alternativen Nobelpreises
  • Anke Domscheit-Berg, Politikberaterin und Publizistin zum Thema Frauenrechte
  • Charlotte Wiedemann, Journalistin und Autorin von Büchern und Reportagen mit Schwerpunkt auf islamischen Lebenswelten, Kolumnistin der Tageszeitung