
Zu diesem Schluss kommt der Leiter der Abteilung "Maritime Strategie und Sicherheit" am Institut für Sicherheitspolitik der Universität Kiel, Johannes Peters. Er sagte im Deutschlandfunk, ein Großteil des illegalen Exports von russischem Erdöl gehe durch deutsche Gewässer, weil die zuständigen Behörden sehr defensiv agierten. Wenn man das Umgehen von Handelssanktionen bekämpfen wolle, müsse man verdächtige Schiffe stoppen, kontrollieren und gegebenenfalls an der Weiterfahrt hindern. Die rechtlichen Möglichkeiten dafür seien gegeben. Peters forderte ein konsequentes, gemeinsames Handeln aller europäischer Länder. Russland verlasse sich darauf, dass in bestimmten Gewässern keine Gefahr drohe. In der Debatte über eine Reaktion auf den mutmaßlich von Russland organisierten Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen Anfang August hatten Politiker verschiedener Parteien zuletzt mehr Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte gefordert. Moskau sichert sich durch den illegalen Verkauf von Erdöl auf dem Seeweg jährlich Einnahmen in Milliardenhöhe.
Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
