Bundestagsverwaltung
Sieben AfD-Mitarbeiter bekommen keinen Hausausweis

Die Bundestagsverwaltung hat nach Angaben der AfD-Fraktion seit der Wahl vor einem Jahr sieben Mitarbeitern der Partei die Ausstellung von Hausausweisen verweigert.

    Das Reichstagsgebäude mit der Glaskuppel von der Seite. Davor ist die Spree zu sehen.
    Das Reichstagsgebäude in Berlin (picture alliance | NurPhoto | Michael Nguyen)
    Es handle sich um zwei Mitarbeiter der Fraktion und fünf Mitarbeiter von Abgeordneten, sagte ein Fraktionssprecher. Ihnen werde nicht nur der Zutritt zu Bundestagsgebäuden verwehrt, der Bundestag zahle auch ihre Gehälter nicht.
    Eine Sprecherin des Bundestags erklärte, alle Mitarbeiter der Fraktionen würden einer Zuverlässigkeitsüberprüfung unterzogen. Bei begründeten Zweifeln könne die Ausstellung der Hausausweise abgelehnt werden. Laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" handelt es sich bei den Betroffenen unter anderem um Personen, die wegen ihrer Nähe zu Russland oder zur rechtsextremen "Identitären Bewegung" aufgefallen waren.
    AfD-Parlamentsgeschäftsführer Baumann sprach von einer weiteren Benachteiligung seiner Partei im Parlamentsbetrieb und kündigte juristische Schritte an.
    Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.