
Der schwedische Pegel Landsort-Norra zeige die niedrigsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen 1886, teilte das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde mit. Der Wasserstand liege mehr als 67 Zentimeter unter dem Durchschnitt. Zurzeit fehlten der Ostsee rund 275 Kubikkilometer Wasser. Grund sei eine außergewöhnlich langanhaltende Ostwindlage.
In den vergangenen Wochen hatten Ostwinde große Wassermengen durch die Meerengen der Beltsee zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden in Richtung Nordsee gedrückt. Forscher rechnen nun bei Westwind mit einem großen Salzwassereinbruch aus der Nordsee in die Ostsee. Für die Ostsee wäre das von Nutzen, heißt es: einmal im Hinblick auf die Sauerstoffaufnahme und einmal im Hinblick auf die seit rund zwei Jahrzehnten anhaltend erhöhten Tiefenwassertemperaturen.
Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
