Farmen
Sorge wegen Vogelgrippe: Zehntausende Pelztiere müssen in Finnland gekeult werden

In Finnland müssen alle Nerze auf Farmen gekeult werden, auf denen Vogelgrippe-Infektionen festgestellt worden sind.

04.08.2023
    Zu sehen sind Pelze in Finnland.
    In Finnland werden zehntausende Pelztiere gekeult (Symbolbild). (imago images / TT / Lisa Mattisson )
    Das ordnete die Lebensmittelbehörde des Landes an. Zur Begründung hieß es unter anderem, Nerze könnten wirkungsvollere Zwischenwirte für die Vogelgrippe sein als andere Säugetiere. Dies könnte dem Virus ermöglichen, leichter in eine Form zu mutieren, die Menschen infizieren könnte. Die finnische Lebensmittelbehörde betonte, um solche Virus-Varianten zu verhindern, sei es wichtig, alle Nerze auf infizierten Pelzfarmen zu töten. Über die Tötung von Füchsen und Marderhunden auf Farmen werde weiter von Fall zu Fall entschieden.
    Im finnischen Rundfunk wurde die Zahl von schätzungsweise 70.000 Pelztieren genannt, die getötet werden müssten. Diese Zahl dürfte jedoch noch steigen. Betroffen sind laut Behördenangaben bisher drei Pelztierfarmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt, scheint als Infektionsquelle der Kontakt zu Möwen wahrscheinlich.
    Diese Nachricht wurde am 03.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.