Satirische US-Zeichentrickserie
"South Park" wird zu "South America": Macher verspotten Trumps Umbenennungspläne

Die satirische US-Zeichentrickserie "South Park" benennt sich um in "South America". Damit reagieren die Erfinder Trey Parker und Matt Stone auf die jüngsten geografischen Umbenennungen durch US-Präsident Trump.

    South-Park-Charaktere: Kenny, Eric, Stan, Kyle, Butters
    South-Park-Charaktere: Kenny, Eric, Stan, Kyle, Butters (IMAGO / Pond5 Images / Savvapanfvia imago-images.de)
    Auf der Plattform X erklärten die beiden Autoren, sie hätten sich dabei vom "Mut und Patriotismus" von Apple und Google inspirieren lassen. Das Profil der Serie trägt dort bereits den neuen Namen.
    Trump hatte zuletzt im Handelsstreit mit Kanada den Ontariosee per Erlass in "Lake America" umbenannt. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte er bereits den Golf von Mexiko zum "Golf von Amerika" erklärt. Apple und Google übernahmen die neuen Bezeichnungen in ihren Kartendiensten für Nutzer in den Vereinigten Staaten.
    Die mehrfach mit dem US-Fernsehpreis Emmy ausgezeichnete Animationsserie für Erwachsene spielt in einer amerikanischen Kleinstadt und ist seit jeher für ihren respektlosen Umgang mit Politik und Zeitgeschehen bekannt. Auch Donald Trump war bereits mehrfach Zielscheibe der Autoren. In der aktuellen 27. Staffel tritt eine animierte Trump-Figur unter anderem in einer besonders provokanten Szene gemeinsam mit Satan auf. Das Weiße Haus reagierte scharf und bezeichnete die Serie als seit Jahren irrelevant. Zudem warf es den Machern vor, mit einfallslosen Ideen verzweifelt um Aufmerksamkeit zu kämpfen.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.