Drohende Milliardenlöcher
Sozialverbände fordern Änderungen bei Finanzierung der Pflegeversicherung

Nach Berichten über eine wachsende Finanznot in der Pflegeversicherung warnt der Sozialverband Deutschland vor Leistungskürzungen.

    Senioren mit Rollator begegnen sich auf dem Flur. Von der vorderen Person links im Bild sind die Beine und der Rollator zu sehen, rechts unscharf und weiter hinten geht eine Seniorin in Begleitung einer Pflegekraft.
    Blick in ein Pflegeheim (imago / Andreas Franke)
    Die Vorstandsvorsitzende Engelmeier sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, die geplante Reform dürfe nicht zu einem Kürzungsgesetz werden. Stattdessen müssten gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige künftig aus Steuermitteln finanziert werden. Außerdem müsse der Bund 5,2 Milliarden Euro für Ausgaben aus der Corona-Pandemie an die Kassen zurückzahlen.Gestern hatte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mitgeteilt, dass voraussichtlich im Oktober die Einnahmen nicht mehr ausreichten, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren.
    Bis Jahresende sei mit dem Auflaufen eines Gesamtdefizits von 1,2 Milliarden Euro zu rechnen.
    Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.