
Innenminister Grande-Marlaska richtete ein entsprechendes Gesuch an die Generaldirektorin für Migration und Inneres der Europäischen Kommission, Gminder. - Gminder hatte die Hilfe bereits vor einer Woche angeboten.
Die spanische Regierung steht nach dem Massenandrang Zehntausender Menschen von Marokko nach Ceuta Ende Juli unter Druck. Sie kann die verbliebenen Migranten aus rechtlichen Gründen nicht schnell abschieben, will sie aber auch nicht aufs Festland bringen. Es gibt zunehmend gewalttätige Proteste gegen die Anwesenheit der Migranten. Nach Angaben der Behörden halten sich derzeit noch zwischen 5.000 und 8.000 von ihnen in Ceuta auf. - In der spanischen Exklave leben knapp 85.000 Einheimische.
Der EVP-Fraktionsvorsitzende im Europäischen Parlament, Weber, kritisierte, dass Spanien Hilfe durch Frontex zunächst nicht angenommen hatte. Der CSU-Politiker sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, an einer Außengrenze müsse man für Ordnung sorgen. Da habe Ministerpräsident Sanchez massiv versagt.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
