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Spanischer Geheimdienst warnte vor Massenandrang von Migranten in Ceuta - Regierungschef Sánchez in der Kritik

Nach der Veröffentlichung von Geheimdienstberichten zum Massenandrang von Migranten in die Exklave Ceuta sieht sich Spaniens Ministerpräsident Sánchez erneut Kritik ausgesetzt.

    Der spanische Ministerpräsident Sanchez bei seinem Besuch in Ceuta - Er spricht mit Mitarbeitern der Guardia Civil in einem Lagezentrum; im Hintergrund sind Bildschirme zu sehen, die die Lage vor Ort zeigen.
    Der spanische Ministerpräsident Sanchez bei einem Besuch in Ceuta am 31.7. (picture alliance / Anadolu / La Moncloa (Spanish Government) / Handout)
    Aus den von der spanischen Regierung freigegebenen Dokumenten geht hervor, dass die Sicherheitsbehörden am 29. Juli, dem Vortag der Ereignisse, eine Warnung herausgaben. Sie beriefen sich unter anderem auf die Sozialen Medien, in denen Aufrufe zu einer Flucht von Marokko nach Ceuta tausendfach geteilt worden seien. Spaniens Ministerpräsident Sánchez hatte bisher erklärt, dass die Migrationskrise nicht vorherzusehen gewesen sei. Die Oppositionsparteien warfen der Regierung in Madrid vor, trotz der Warnungen des Geheimdienstes nicht gehandelt zu haben.
    Ende Juli waren schätzungsweise 80.000 Menschen von Marokko aus schwimmend in die Exklave Ceuta gelangt. Mindestens 90 Menschen ertranken.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.