
Aus den von der spanischen Regierung freigegebenen Dokumenten geht hervor, dass die Sicherheitsbehörden am 29. Juli, dem Vortag der Ereignisse, eine Warnung herausgaben. Sie beriefen sich unter anderem auf die Sozialen Medien, in denen Aufrufe zu einer Flucht von Marokko nach Ceuta tausendfach geteilt worden seien. Spaniens Ministerpräsident Sánchez hatte bisher erklärt, dass die Migrationskrise nicht vorherzusehen gewesen sei. Die Oppositionsparteien warfen der Regierung in Madrid vor, trotz der Warnungen des Geheimdienstes nicht gehandelt zu haben.
Ende Juli waren schätzungsweise 80.000 Menschen von Marokko aus schwimmend in die Exklave Ceuta gelangt. Mindestens 90 Menschen ertranken.
Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
