Digitaler Euro
Sparkassen- und Giroverband fordert mehr Mitsprache beim Digitalen Euro

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hat die mögliche Einführung eines Digitalen Euros in der EU begrüßt, zugleich aber gefordert, stärker mit eingebunden zu werden. Mit dem Thema befasst sich heute der Wirtschaftsausschuss des Europarlaments.

    Professor Dr. Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, spricht in Mikrofone.
    Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Ulrich Reuter (picture alliance /tephan Goerlich)
    Der Präsident des Verbandes, Reuter, sagte im Deutschlandfunk, der Kreditwirtschaft sei es wichtig, dass die EU eine praxistaugliche Lösung erarbeite. Der Digitale Euro müsse für Bürger einfach nutzbar sein und sich in bestehende Bankanwendungen integrieren lassen. In diesem Sinne sei man auch bereit, bei der Umsetzung mitzuarbeiten.
    Die Europäische Zentralbank arbeitet seit längerem an der Einführung eines Digitalen Euros. Heute stimmt der Wirtschaftsausschuss des Europarlaments über einen Rechtsrahmen für das Vorhaben ab. Er ist Voraussetzung für die Einführung.
    Der Digitale Euro würde direkte, digitale Zahlvorgänge zwischen Handel und Verbrauchern ermöglichen. Die Banken könnten dabei außen vor bleiben. Vorbild sind Kryptowährungen wie der Bitcoin, allerdings würde der Digitale Euro von der Europäischen Zentralbank abgesichert. In der Diskussion ist die Einführung des Digitalen Euros für das Jahr 2029.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.