Bundeshaushalt
SPD-Co-Vorsitzende in NRW kritisiert geplante Wohngeld-Kürzungen ihrer Parteikollegin

Die Vorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen, Philipp, hat die Kürzungspläne der schwarz-roten Bundesregierung beim Wohngeld kritisiert.

    Sarah Philipp, Co-Vorsitzende der SPD Nordrhein-Westfalen, spricht bei der Landesdelegiertenkonferenz der SPD Nordrhein-Westfalen. Die NRW SPD will bei der Delegiertenkonferenz den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 küren.
    Sarah Philipp, Co-Vorsitzende der SPD Nordrhein-Westfalen (picture alliance / dpa / Thomas Banneyer)
    Philipp sagte im Deutschlandfunk, es sei eine falsche Maßnahme, die für sozialen Sprengstoff sorge. Beim Wohngeld könne man nicht sparen. Es würden lediglich Kosten verlagert. Sie plädierte für mehr sozialen Wohnraum. Kurzfristig müsse man zudem Maßnahmen vorziehen, etwa eine wirksame Mietpreisbremse. - Bereits in der Bundestagsdebatte diese Woche hatten Vertreter von AfD, Grünen und Linken die Pläne als "falschen Weg", als "Kürzungswahn" und als "unsozial" bezeichnet.
    Bauministerin Hubertz - ebenfalls SPD - verteidigte ihre geplante Maßnahme mit kurzfristigem Konsolidierungsdruck im Bundeshaushalt. Die Mittel ihres Ministeriums seien überwiegend für langfristige Investitionen gebunden. Der Fokus liege auf Bauen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Wohngeld sei der einzige Posten, bei dem Einsparungen erbracht werden könnten. Ende 2025 bezogen rund 1,3 Millionen Haushalte Wohngeld.
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.