"Gefährliches Signal"
SPD-Europaabgeordnete Sippel kritisiert Gespräche der EU-Kommission mit Taliban-Regierung

Die Europaabgeordnete Sippel hat die Gespräche der EU-Kommission mit Vertretern des terroristischen Taliban-Regimes in Afghanistan über Abschiebungen von Straftätern kritisiert.

    Birgit Sippel spricht am Rednerpult im Europaparlament im September 2024.
    Die EU-Abgeordnete Birgit Sippel (SPD) kritisiert die Gespräche der EU-Kommission mit afghanischen Taliban-Vertretern. (picture alliance / Pool Union Europeene / Hans Lucas )
    Die SPD-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, es sende ein ”gefährliches Signal”, wenn mit einer international nicht anerkannten Regierung verhandelt werde.Außerdem sei das Vorgehen intransparent, da die Gespräche hinter verschlossenen Türen stattfänden. Darüber hinaus gebe es keine konkreten Informationen darüber, ob tatsächlich nur schwere Straftäter abgeschoben würden, und was mit den Abgeschobenen in deren Heimatland geschehe. Sollten sie dort nicht bestraft werden und nach Europa zurückkehren können, wäre das Sicherheitsrisiko durch die Abschiebung nicht beseitigt.
    Gestern waren erstmals Taliban-Vertreter auf Einladung der Europäischen Kommission in Brüssel empfangen worden. Es sei auf "technischer Ebene" um Abschiebungen gegangen, erklärte ein EU-Sprecher.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.