
Parteipolitiker aus Bund, Ländern und dem Europaparlament schlagen darin vor, eine Altersverifikation mit Hilfe einer App verpflichtend zu machen. Kern ist eine nach drei Altersgruppen abgestufte Regelung: Für unter 14-Jährige soll es ein vollständiges Nutzungsverbot geben, für unter 16-Jährige eine verpflichtende Jugendversion. Ab 16 Jahren sollen künftig auf den digitalen Plattformen algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert sein.
Experten warnten vor Verboten. Sie befürchten Nachteile bei der Befähigung junger Menschen zum Umgang mit Sozialen Medien sowie Verstöße gegen das Recht auf digitale Teilhabe. Bundesjustizministerin Hubig verteidigte das SPD-Positionspapier. Sie sagte der "Rheinischen Post", man wolle kein pauschales Totalverbot, sondern eine altersgestufte, differenzierte Regelung, die Teilhabe ermögliche und zugleich entwicklungsbedingte Schutzbedürfnisse berücksichtige. Plattformen setzten gezielt auf manipulative Designs und Glücksspielelemente, um Nutzer bei der Stange zu halten und regelrecht abhängig zu machen, betonte die SPD-Politikerin.
Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
