Umweltverbände befürworten Vorstoß
SPD-Politiker Limbacher verteidigt Hitzeschutzpläne der SPD

Umwelt- und Klimaschutzverbände haben den Vorstoß der SPD für einen Hitzeschutzplan befürwortet.

    Esra Limbacher von der SPD steht am Rednerpult im Bundestag und spricht.
    Die Politik müsse beim Klimaschutz noch Überzeugungsarbeit leisten, meint der SPD-Politiker Esra Limbacher. (IMAGO / dts Nachrichtenagentur / IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    Die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Metz, sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, das Land sei für diese Hitze nicht gewappnet. Es dürfe jetzt nicht bei politischen Lippenbekenntnissen bleiben.
    Sozialdemokratische Bundesminister hatten in einem gemeinsamen Papier mehrere Maßnahmen wie einen nationalen Hitze-Aktionsplan vorgelegt. Die SPD fordert zudem, die "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" im Grundgesetz zu verankern. Der Koalitionspartner CDU reagierte bisher zurückhaltend.
    Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Limbacher sagte im Deutschlandfunk, die Politik dürfe angesichts des Klimawandels nicht weiter wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen. Auf die noch unbeantwortete Frage der Finanzierung sagte Limbacher, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hänge auf lange Sicht von Klimaanpassungsmaßnahmen ab - auch aus finanzieller Sicht müsse man daher Prioritäten setzen.
    Limbacher verteidigte auch die angedachte Verankerung im Grundgesetz. Er kritisierte ein Zuständigkeitsgerangel zwischen Kommunen und Ländern bei Klimaschutzmaßnahmen. Um das zu beseitigen, brauche es die Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz. Trotzdem sei diese kein Widerspruch zu weiteren kurzfristigen Maßnahmen.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.