Geheimes Waffenversteck im Wald
SPIEGEL-Recherche: Waffenkurier soll im Auftrag Russlands gehandelt haben

Im Zusammenhang mit dem bei Berlin entdeckten Waffenversteck gibt es neue Erkenntnisse zu einem mutmaßlichen Agenten für Russland.

    Blick vom Müggelturm auf den Müggelsee Richtung Friedrichshagen
    In einem Wald am Müggelsee wurde das Waffenversteck des Ukrainer gefunden. (IMAGO / Bernd Friedel / IMAGO / Bernd Friedel)
    Laut Recherchen des SPIEGEL steht ein 24-jähriger Ukrainer im Zentrum der Ermittlungen. Er sitzt demnach bereits seit Ende des vergangenen Jahres in Rumänien in Untersuchungshaft. Es handelt sich um jenen Verdächtigen, gegen den auch die Bundesanwaltschaft nach dem Waffenfund ermittelt.
    Der Ukrainer soll laut dem Spiegel zu einem Netzwerk gehören, das im Auftrag russischer Geheimdienste Anschläge und Sabotageaktionen in europäischen NATO-Staaten vorbereitet haben soll. Nach Erkenntnissen der Ermittler reiste der Mann im vergangenen Oktober aus Polen nach Deutschland ein, um in Berlin zwei Waffen und Munition in Empfang zu nehmen. Zudem soll er Anweisungen erhalten haben, die Waffen im Berliner Wald zu verstecken und deren Standort an Kontaktleute zu übermitteln.
    Die deutschen Sicherheitsbehörden hatten das Versteck nach Hinweisen des polnischen Geheimdienstes entdeckt
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.