Medienbericht
Spionagevorwürfe gegen Chinas Reederei Cosco: Frachter sollen Militärfunk an den Küsten abhören

Die chinesische Containerreederei ​COSCO sieht sich mit Spionagevorwürfen konfrontiert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen deren Frachter mit Hightech ausgerüstet sein, um die Militärkommunikation von Schiffen und Flugzeugen an den Küsten auszuhorchen.

    Das Containerschiff "Cosco Pride" fährt im Morgennebel.
    Cosco-Frachter sollen Militärfunk abgehört haben (Archivbild). (picture alliance / dpa / Jonas Walzberg)
    Reuters beruft sich dabei auf Vertreter der US-Regierung, die ungenannt bleiben wollen. Die Spionage soll der Pekinger Führung zudem helfen, Handelsrouten auf See zu überwachen und die eigene militärische Navigation zu unterstützen. Genaue Angaben zur Art der verwendeten Hightech-Ausrüstung werden nicht gemacht.
    Die chinesische Botschaft in den USA wies die Vorwürfe zurück. Vom Staatskonzern COSCO, einer der größten Reedereien der Welt, gab es zunächst keine Stellungnahme. Vor eineinhalb Jahren setzten die USA COSCO auf eine Liste von Unternehmen, die mit dem chinesischen Militär in Verbindung stehen. Für Ende des Monats planen die beiden Staatschefs, Trump und Xi, ein Treffen in Washington. Die Veröffentlichungen könnten die Bemühungen darum belasten. Bei dem Treffen soll eine Reihe von Sicherheits- und Handelsfragen erörtert werden.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.