Sportfördergesetz
Sporthilfe warnt vor "Doppelstrukturen"

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe warnt in der Debatte um das neue Sportfördergesetz vor einer "Zersplitterung der Athletenförderung" und "Doppelstrukturen". Die Stiftung drängt darauf, die direkte Förderung der Sportler und Sportlerinnen weiterhin zentral bei der Sporthilfe zu bündeln.

    Leerer Startblock auf einer roten Laufbahn im Sportstadion.
    Debatte um Sportförderung (picture alliance / Zoonar / rdonar)
    "Die bislang im Gesetz vorgesehene Aufgabenverteilung birgt die Gefahr, parallele Strukturen aufzubauen. Die Athletenförderung muss klar aus einer Hand erfolgen. Dafür braucht es keine neuen Zuständigkeiten – sondern die Bündelung bei der Sporthilfe", sagte Sporthilfe-Vorstandssprecher Max Hartung.
    Die geplante Spitzensport-Agentur könnte künftig auch Aufgaben in der individuellen Förderung übernehmen. Dadurch befürchtet die Sporthilfe die Entstehung "zusätzlicher Schnittstellen". Die Stiftung verweist auf ihre "etablierten Förderstrukturen und ihre Nähe zu den Athletinnen und Athleten", die sich über "Jahrzehnte hinweg bewährt" hätten.
    Das neue Sportfördergesetz soll in den kommenden Wochen verabschiedet werden. Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD will damit die Förderung des Spitzensports erstmalig auf eine gesetzliche Grundlage stellen, auch mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für den Gewinn von mehr internationalen Medaillen zu verbessern. Am Mittwoch debattiert der "Ausschuss für Sport und Ehrenamt" des Bundestags über das geplante Gesetz.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.