Trump und die Fußball-WM
Sporthistoriker: "Boykotte wurden immer auf dem Rücken der Athleten ausgetragen, ohne politische Systeme nachhaltig zu schwächen"

Der Sporthistoriker Ansgar Molzberger hat vor Boykott-Erwägungen im Hinblick auf große internationale Wettkämpfe gewarnt.

    Im Oval Office im Weißen Haus hält Fifia-Chef Gianni Infantino den WM-Pokal in den Händen und zeigt ihn US-Präsident Donald Trump.
    Im Oval Office im Weißen Haus hält Fifia-Chef Gianni Infantino den WM-Pokal in den Händen und zeigt ihn US-Präsident Donald Trump. (picture alliance | Captital Pictures | CNP/ADM)
    Boykotte seien in der Geschichte immer auf dem Rücken der Athleten ausgetragen worden, ohne die politischen Systeme nachhaltig zu schwächen, sagte der Forscher von der Deutschen Sporthochschule Köln im Deutschlandfunk. Allerdings sei die Meldung, dass die US-Einwanderungsbehörde ICE eigenes Personal zum Schutz diplomatischer Vertreter zu den 25. Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo entsendet, "enorm brisant". Die ehemalige Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg meinte, wenn es einen Bereich gebe, der verbindend sein könne, sei es der Sport.
    Zuletzt wurden Rufe laut, die Fußball-Weltmeisterschaft wegen der Politik der Trump-Regierung in den USA zu boykottieren. Wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Magazins Stern und des Senders RTL ermittelte, sprechen sich 71 Prozent der Bundesbürger dagegen aus, nur 24 Prozent befürworten eine Nicht-Teilnahme.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.