Dienstag, 24. Mai 2022

Archiv


Sprachspiele und polemische Zuspitzungen

Der Philosoph Peter Sloterdijk erhielt in Wolfenbüttel den Lessing-Preis für Kritik. Dieser mit 15.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Die bisherigen Empfänger waren Karl Heinz Bohrer, Alexander Kluge, Elfriede Jelinek und Moshe Zimmermann. Mit Sloterdijk wurde einer der originellsten und kraftvollsten Denker unserer Zeit ausgezeichnet, dessen vor genau einem Vierteljahrhundert erschienene "Kritik der zynischen Vernunft" den Beginn einer einzigartigen wissenschaftlichen und publizistischen Karriere markierte.

04.05.2008

Seither hat sich Sloterdijk immer wieder als Zeitdiagnostiker mit den Fragen beschäftigt, die auch die politische Aktualität bestimmen - sei es die Genforschung oder, wie in seinem neuesten Buch, die Aggressivität der Religionen. Diesem Thema widmete er auch seine heute Mittag gehaltene Dankrede, die wir im folgenden in Auszügen dokumentieren. Die Rede ist auch ein Beispiel für die von der Jury in ihrer Preisbegründung hervorgehobene Darstellungsgabe Sloterdijks mit ihren polemischen Zuspitzungen, Sprachspielen, blendenden Formulierungen und ironischen Qualitäten.

Die vollständige Rede können Sie mindestens bis zum 4. Oktober 2008 in unserem Audio-On-Demand-Player hören.