
Wie eine Stichprobe ergab, lagen die Preise für den Liter Dieselkraftstoff in Hamburg um kurz vor 12 Uhr bei rund 1 Euro 87. Kurz danach stieg der Preis an vielen Tankstellen auf rund 2 Euro 7 - das sind 20 Cent mehr. In anderen Großstädten in Deutschland sah es ähnlich aus. Die befristete Steuererleichterung lag bei 16,7 Cent pro Liter.
"Ende des Tankrabatts wurde vorweggenommen"
Nach Angaben des ADAC wurden die Spritpreise allerdings auch gestern schon deutlich erhöht. Um 8 Uhr heute morgen sei Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer gewesen als zur gleichen Zeit am Dienstag, so der Automobilclub. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus.
Die Rücknahme des Tankrabatts sei damit ungerechtfertigt vorweggenommen worden, heißt es vom ADAC. Dieses Vorgehen sei fragwürdig, denn noch befinde sich vielerorts günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen. Daher hätten die Preise nicht schon am letzten Junitag so deutlich steigen dürfen.
Juni war billigster Tankmonat seit Kriegsbeginn
Im Juni hatte der Tankrabatt noch seine Wirkung entfaltet. Zusammen mit wieder sinkenden Ölpreisen sorgte das für den billigsten Tankmonat seit Ausbruch des Iran-Kriegs. Nach Daten des ADAC kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt 1,87 Euro. Das waren 11,3 Cent weniger als im Mai und 23,9 Cent weniger als im April, dem bisher teuersten Monat.
Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
