Ermittlungen
Staatsanwaltschaft Hannover zu Berliner SPD-Spitzenkandidat Krach: Anfangsverdacht auf Vorteilsannahme

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat sich zu den Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Krach geäußert. Wie eine Sprecherin der Behörde mitteilte, geht es um einen Anfangsverdacht auf Vorteilsannahme in zwei Fällen. Die Taten sollen sich während Krachs Amtszeit als Regionspräsident in Hannover zugetragen haben.

    Steffen Krach gibt nach Bekanntwerden von Ermittlungen eine Pressekonferenz in der Berliner SPD-Zentrale, dem Kurt-Schumacher-Haus, zu den Vorwürfen. Dabei zeigt Krach den Kontoauszug für die Rückerstattung einer Spende.
    Zuletzte hatte sich der SPD-Spitzenkandidat Krach auf einer Pressekonferenz geäußert. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Gestern waren die Wohnung Krachs und weitere Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden. Laut dem SPD-Politiker geht es bei den Vorwürfen konkret um ein Vergabeverfahren für ein Gesundheitszentrum. Er weist den Vorwurf der Bereicherung zurück. Krach bestätigte zwar den Eingang einer Spende auf einem SPD-Konto. Der Betrag sei jedoch auf seine Anordnung hin bereits tags darauf zurücküberwiesen worden.

    Berliner SPD steht hinter Krach

    Die Berliner SPD steht nach den Worten der früheren Landesvorsitzenden und jetzigen Wirtschaftssenatorin Giffey zu ihrem Spitzenkandidaten. Es gebe keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln, sagte Giffey im RBB. Am Sonntag kommender Woche finden in Berlin Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.