Fußball
Staatsministerin: Bundesregierung lehnt WM-Boykott ab

Die Bundesregierung lehnt nach Angaben der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Schenderlein, einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ab. Der Sport dürfe nicht instrumentalisiert werden.

    Das Logo der WM 2026 - der Weltmeisterpokal über den zwei großen Ziffern 2 und 6.
    Sportstaatsministerin Schenderlein spricht sich gegen einen Boykott der Fußball-WM aus. (picture alliance / empics)
    Die CDU-Politikerin sagte der "Süddeutschen Zeitung", man habe sich im Kabinett darauf verständigt: "Das unterstützen wir nicht". Schenderlein betonte, der Sport dürfe nicht für die Gestaltung außenpolitischer Beziehungen genutzt werden. Zudem finde die WM ja nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexiko. Zugleich erinnerte sie an die WM 2022 in Katar, als die damalige Bundesinnenministerin Faeser mit einer "One Love"-Binde auf der Tribüne saß und sich die deutsche Mannschaft auf dem Platz demonstrativ den Mund zuhielt. Das sei keine gute Situation gewesen, die da entstanden sei, meinte die Staatsministerin.
    Angesichts der Differenzen zwischen den USA und den europäischen NATO-Staaten hatte es Stimmen aus der Politik und dem Fußball gegeben, dass man eine WM-Teilnahme überprüfen müsse.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.