Bildung
Stadt Datteln darf keine iPads von Apple kaufen - Konkurrent Samsung erfolgreich vor Gericht

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine möglicherweise weitreichende Entscheidung über die Beschaffung von Tablets für Schulen gefällt.

    Schüler arbeiten mit ihren Tablets in einer Unterrichtsstunde zum Thema Deepfakes und künstlicher Intelligenz.
    Schüler arbeiten im Unterricht zunehmend mit Tablets. (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Laut den Richtern ist es nicht zulässig, von vornherein Geräte eines bestimmten Herstellers zu bevorzugen und andere Produkte auszuschließen. Der Konzern Samsung geht gegen diese weithin übliche Praxis in mehreren deutschen Städten juristisch vor, nun gibt es zum ersten Mal eine rechtskräftige Entscheidung.
    In dem Fall ging es um die Stadt Datteln im Ruhrgebiet, die Hunderte iPads der Firma Apple für ihre Schulen bestellen wollte. Die Stadt machte geltend, dass bereits zahlreiche iPads im Einsatz seien und der Umstieg auf andere Geräte zu aufwändig wäre. Das Oberlandesgericht fand diese Begründung zu pauschal. Die Stadt sei verpflichtet, die Bestellung produktneutral auszuschreiben.
    Dattelns Bürgermeister Dora fürchtet nun negative Auswirkungen auf den Schulalltag, wenn künftig Geräte mit verschiedenen Betriebssystemen im Einsatz seien.
    Samsung teilte dagegen mit, es gehe darum, Wettbewerb zu ermöglichen und Schulen die Freiheit zu geben, Technologie nach pädagogischen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien auszuwählen.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.