Ladensterben und Leerstände
Stadtentwickler werben für Fortsetzung des Bundesprogramms zur Belebung von Ortskernen

Im Kampf gegen Leerstände und eine geringere Aufenthaltsqualität in Ortskernen drängen Experten auf die Fortführung des Bundesprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren".

    Eisenach, Thüringen: Wegen der Corona-Beschränkungen sind viele Firmen in Existenznöte geraten. In einem Schaufenster hängen neonrote Plakate mit der Aufschrift "Wir schließen", "Wegen Geschäftsaufgabe" und "Räumungsverkauf".
    Eisenach, Thüringen: Wegen der Corona-Beschränkungen sind viele Firmen in Existenznöte geraten. (dpa/Martin Schutt)
    Es habe in der Vergangenheit sehr viel bewirkt, sagte die Sprecherin des Bundesverbands "Die Stadtentwickler", Fontaine-Kretschmer, dem MDR. Vielen Kommunen sei bewusst geworden, dass es um strukturelle Veränderungen gehe und nicht nur darum, ein Geschäft durch ein anderes zu ersetzen. Ähnlich äußerte sich der Handelsverband in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Innenstadt werde zwar ein wichtiger Einkaufsort bleiben, die Städte müssten aber insgesamt attraktiv sein und ein breites Spektrum anbieten, erklärte Landesgeschäftsführer Bernsen. Wer einkaufen gehe, genieße es vielleicht auch, anschließend noch ein Restaurant zu besuchen. Im stationären Handel könne man also nur noch über Aufenthaltsqualität und Ähnliches punkten.
    Das Bundesprogramm vergibt Fördergelder etwa zur neuen Nutzung leerstehender Einzelhandelsimmobilien. Es ist Ende November ausgelaufen. Die Bundesregierung kündigte an, dass das Programm ab diesem Jahr in der regulären Städtebauförderung aufgehen soll.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.