Zuwanderung
Steinmeier wirbt um Verständnis für Sorgen alteingesessener und hinzugekommener Bürger

Bundespräsident Steinmeier hat für eine differenzierte Betrachtung beim Thema Einwanderung geworben.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht bei der ersten Publikumsveranstaltung im neuen Amtssitz am Spreebogen.
    Bundespräsident Steinmeier spricht bei der Podiumsdiskussion "Zuhause in Deutschland". (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Alteingesessene Bürger hätten ihm Gefühle der Überforderung durch Migration und der Fremdheit im eigenen Land geschildert, sagte er in einer Grundsatzrede in Berlin. Wenn Menschen das Vertrauen in das Zusammenleben verlören, müsse Politik rasch und entschieden handeln. Zugleich berichtete Steinmeier über Ängste von Bürgern mit einer Migrationsgeschichte. Wenn diese schlaflose Nächte verbrächten, weil sie ausgegrenzt und angegriffen würden, müssten alle hellwach werden. Der Bundespräsident appellierte, man solle sich die gemeinsame Zukunft zutrauen, auch wenn die Debatten derzeit "höchst polarisiert" seien. Deutschland brauche Zuwanderung, um zu funktionieren. Das gelte für Krankenhäuser, Pflegeheime und große Teile der Privatwirtschaft.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.