Nach Leipzig-Vorfall
Stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Möller empfiehlt Maßnahmen gegen russische Schattenflotte

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Möller, hat als Reaktion auf den Drohnenvorfall von Leipzig verschärfte Maßnahmen gegenüber der sogenannten russischen Schattenflotte ins Gespräch gebracht. Möller sagte im Deutschlandfunk, sie erwarte ein Bündel verschiedener Maßnahmen von der Bundesregierung.

    Siemtje Möller steht an einem Rednerpult, sie trägt einen hellblauen Blazer.
    Die SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller im Bundestag. (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Möller betonte, alles deute auf Russland als Urheber des Drohnenvorfalls hin, daher würden sich auch die Maßnahmen gegen Russland richten . Ein gemeinsames Vorgehen auf EU-Ebene und mit den NATO-Partnern gegen die russische Schattenflotte könne etwa verschärfte Umweltauflagen für diese Schiffe beinhalten. Deutschland wolle keine weitere kriegerische Eskalation, müsse aber klare Grenzen aufzeigen. Dieser Spagat sei der Bundesregierung bislang gut gelungen.
    Der Vizepräsident des Bundestages, Nouripour, rief die Bundesregierung dazu auf, mit größerer Entschlossenheit auf hybride Angriffe zu reagieren. Der Grünen-Politiker sagte im Kölner Stadt-Anzeiger, bei Angriffen auf Deutschlands Souveränität wie beim Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle brauche es unmissverständliche Stoppschilder. Die Bundesregierung müsse mit spürbaren Konsequenzen reagieren, etwa mit Sanktionen, dem Einfrieren von Vermögen und einer verstärkten Unterstützung der Ukraine.
    Bundeskanzler Merz hatte im gestrigen ARD-Sommerinterview eine mit internationalen Partnern abgestimmte Reaktion auf den vereitelten Drohnenangriff angekündigt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen stünden kurz vor dem Abschluss.

    Weiterführende Informationen

    Deutsche Reaktion auf Leipzig-Anschlagsversuch erwartet
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.