Mittwoch, 05. Oktober 2022

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Steven Wilson
Progressiver Papst mit Pop-Potenzial

"Ich mache nicht nur progressive Musik", sagt Steven Wilson, "das nächste Projekt kann völlig anders, vielleicht elektronisch klingen." Und mit seinem aktuellen Album "To The Bone" überraschte der 50-jährige Brite tatsächlich. Auf seiner Tour spielte er dann das beste aus beiden Welten - auf allerhöchstem Niveau.

Am Mikrofon: Tim Schauen | 13.07.2018

    Ein Mann steht auf einer beleuchteten Bühne mit einer umgehängten Gitarre. Er breitet seine Arme aus.
    Multiinstrumentalist, Komponist, Produzent, Bandleader: Steven Wilson (Hajo Mueller)
    "To The Bone" landete in einigen europäischen Ländern bei Erscheinen auf Platz Eins der Albumcharts. Beim ersten von zwei Essener Konzerten im März 2018 bekamen die Fans - wie auf Wilsons gesamter Welttournee - neben den neuen Songs auch das zu hören, wofür sie den Multiinstrumentalisten aus Kingston upon Thames so lieben: progressiven Rock: Craig Blundell trommelte abwechselnd ungerade und gerade Metren, Adam Holzmann spielte verzerrte Hammondorgel und Moog-Synthesizer, Bassist Nicolas Beggs nutzte auch den Chapman Stick, und Gitarrist Alex Hutchings teilte sich die Aufgaben mit Chef Wilson, der mal Bass, mal Gitarre, mal Keyboard spielte, mal sang und durch eine gute zweieinhalbstündige Show führte, deren erste Hälfte für den Deutschlandfunk aufgezeichnet wurde.
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    Steven Wilson & Band (Hajo Mueller)
    Aufnahme vom 5.3.2018 im Colosseum Theater, Essen
    Tourdaten:
    14. Juli - Dresden, Junge Garde
    15. Juli - München, Tollwood-Festival
    17. Juli - Bonn, Kunstrasen
    18. Juli - Freiburg, Zelt-Musik-Festival
    Foto einer Liste mit Song-Titeln.
    Setliste: Diese Titel spielte Steven Wilson und seine Band in der ersten Häflte. (Deutschlandradio/Tim Schauen)
    Interview Steven Wilson: "Ich bin nicht der Retter des Progressive Rock!" (12:53)