
Mit dem Preis erinnert der DFB seit 2005 an den in Auschwitz ermordeten Nationalspieler. Die Verleihung der Preise findet am 23. November in Essen statt. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 135 Projekte und Initiativen aus ganz Deutschland beworben. Zwölf Projekte waren in der Endauswahl, die Entscheidung traf eine Jury unter Vorsitz von DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
Der erste Preis geht an Streetbolzer e.V. Der Verein nutzt laut DFB Straßenfußball, um insbesondere Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen zusammenzubringen und ihnen Fairness, Toleranz und Eigenverantwortung zu vermitteln. Den zweiten Preis erhält der SV Borussia Leer e.V. Der Verein verbindet demnach Amateurfußball mit einer klaren Haltung für Toleranz, Weltoffenheit und gesellschaftliche Verantwortung. Der dritte Preis geht an die Deutsch-Tschechische Fußballschule e.V. mit Sitz in Rehau (Bayern). Sie bringt seit 2002 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern durch den Fußball zusammen.
Julius "Juller" Hirsch war ein deutsch-jüdischer Nationalspieler. Der Sohn einer Karlsruher Kaufmannsfamilie trug siebenmal das DFB-Trikot und nahm an den Olympischen Spielen 1912 teil. Im Länderspiel gegen die Niederlande 1912 erzielte er beim 5:5 als erster Nationalspieler vier Tore. 1910 gewann er mit dem Karlsruher FV und 1914 mit der Spielvereinigung Fürth die deutsche Meisterschaft. 1943 wurde Hirsch in Auschwitz ermordet.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
