Deutsches Energienetz
Strom-Sabotage: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Nach mehreren Sabotage-Attacken auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den Tatverdächtigen festgenommen. Der 48-Jährige aus Gevelsberg sei den Einsatzkräften in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen aufgefallen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

    Aus mehreren Kraftwerksschloten steigen Rauch und Dampf auf.
    In der Nähe des Braunkohlekraftwerks Weisweiler bei Aachen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. (dpa/Oliver Berg)
    Der Mann habe bei seiner Festnahme weitere Sprengmittel dabei gehabt und keinen Widerstand geleistet, hieß es. Er soll vergeblich versucht haben, unerkannt zu Fuß durch eine Polizeikontrolle zu gelangen. Zuvor hatten die Beamten über ein weiteres Bekennerschreiben berichtet. Erst gestern waren sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Sachsen weitere selbstgebaute Vorrichtungen gefunden worden, die das Ziel gehabt haben sollen, Kurzschlüsse zu verursachen.
    Das Motiv des Verdächtigen soll laut einem ersten Bekennerschreiben der Kampf gegen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen gewesen sein. Nach dem Mann war bundesweit gefahndet worden. Er befand sich seit der vergangenen Woche auf der Flucht.
    Ein erster Großeinsatz im Hambacher Forst nahe Köln blieb erfolglos. Am Freitag hatten Beamte in der Wohnung des Mannes Sprengstoff gefunden.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.