Russische Angriffe
Stromversorgung in großen Teilen der Ukraine abgeschaltet - Präsident Selenskyj: "USA setzen Frist für Abkommen bis Juni"

Russlands Militär hat nach ukrainischen Angaben erneut das Energiesystem angegriffen. Die Hauptziele seien das Stromnetz, Kraftwerke und Umspannwerke gewesen, schrieb Präsident Selenskyj in sozialen Medien. Dem staatlichen Versorger Ukrenergo zufolge musste landesweit die Elektrizitätsversorgung abgeschaltet werden.

    Zu sehen ist ein Gebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, das durch einen russischen Angriff beschädigt wurde.
    Ein beschädigtes Heizkraftwerk in der Hauptstadt Kiew. (picture alliance / Photoshot)
    Russland habe mehr als 400 Drohnen und etwa 40 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt, sagte Selenskyj. Er kritisierte, Russland könne sich jeden Tag für echte Diplomatie entscheiden, wähle aber Angriffe. Dem ukrainischen Energieminister Schmyhal zufolge hat die Regierung landesweit Notabschaltungen der Stromversorgung veranlasst. Die Reparaturarbeiten sollten beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse.

    Selenskyj: USA setzen Frist bis Juni für Abkommen über Kriegsende

    Selenskyj forderte Unterstützer des derzeitigen Verhandlungsprozesses unter US-Vermittlung zu Reaktionen darauf auf. Seinen Angaben zufolge haben die USA der Ukraine und Russland eine Frist bis Juni gesetzt, um ein Abkommen über ein Ende des russischen Angriffskriegs zu erzielen. In der kommenden Woche solle es weitere Gespräche geben.
    Russland zielt in diesem Winter verstärkt auf das nach fast vier Jahren Krieg ohnehin schon angeschlagene Energiesystem der Ukraine. Die Folge sind immer wieder lange Ausfälle der Strom-, Wasser und Wärmeversorgung – und das zuletzt bei teilweise zweistelligen Minusgraden.
    Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.