
Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift ”Nature Communications” publiziert. Den Autoren zufolge wurde bislang vor allem der Einfluss des Schiffsverkehrs in Bezug auf Emissionen, Lärm und das Risiko von Havarien diskutiert. Mit der aktuellen Studie sei man der Frage nachgegangen, ob und wie die Schiffe auch als mechanischer Störfaktor wirkten.
Auswirkungen am Meeresboden deutlich
Besonders deutlich zeigten sich die Auswirkungen des Schiffsverkehrs am Meeresboden. Die Forscher erfassten Tausende, meist kleinräumige Vertiefungen im Untersuchungsgebiet, vor allem im Umfeld größerer Steine. Die durch Schiffsschrauben erzeugten Schubspannungen hätten regelmäßig die Schwellenwerte überschritten, ab denen Sediment in Bewegung gerate – in einzelnen Fällen über Streifen von bis zu 60 Metern Breite entlang der Fahrtrichtung.
Weitreichende Folgen für Ökosysteme
Die beobachteten Prozesse haben den Autoren der Studie zufolge potenziell weitreichende Folgen für marine Ökosysteme. Die Durchmischung der Wassersäule beeinflusse den Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen sowie gelösten Spurenelementen zwischen Oberflächen- und Bodenwasser. Gleichzeitig führe die Erosion des Meeresbodens zur Mobilisierung von Sedimenten, die organisches Material sowie gebundene Schad- und Nährstoffe enthalten könnten.
Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
