
Für die Untersuchung, die zusammen mit der Frankfurter Goethe-Universität durchgeführt wurde, sind knapp 7.500 Eltern befragt wurden. Die Studienautorinnen sehen Probleme vor allem in zu wenig Ressourcen für Inklusion und in einer tendenziösen Beratung. So gebe es "illegale Praktiken", etwa dass Kinder zu Hause bleiben müssten, wenn ihre Teilhabeassistenz nicht anwesend sei.
Kein einziges Bundesland mit Qualitätssicherung
Laut der Studie gibt es in keinem einzigen Bundesland eine Qualitätssicherung für die Inklusion. Auch der Aufbau der Ganztagsbetreuung sei nicht inklusiv gedacht. Befragte Eltern bemängelten in der Studie, dass Beratungen über die richtige Schulform häufig nicht ergebnisoffen seien. Mehr als 40 Prozent von ihnen gaben an, in Richtung einer Förderschule beraten worden zu sein. Anders als von der Politik oft behauptet, hätten Eltern häufig de facto kein Wahlrecht zwischen allgemeiner und Förderschule.
Schulen sind laut Studie oft "unwillig"
Vor allem bei Kindern mit Autismus und mit sozial-emotionalem Förderbedarf sind Schulen laut der Studie unwillig, Lösungen zu finden. Das steigere die Belastungen von Eltern, die das dann auffangen müssten. Eltern berichteten daher oft, dass sie ihre Arbeit aufgeben mussten, um ihre Kinder unterstützen zu können.
Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
