Meteorologie
Studie: Wettervorhersagen in ärmeren Ländern deutlich ungenauer

Wettervorhersagen sind in ärmeren Ländern ungenauer als in reicheren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

    Ein Satellitenbild des Deutschen Wetterdienstes
    Kurzfristige Vorhersagen sind den Angaben zufolge beispielsweise in den Tropen schwieriger. (EUMETSAT / DWD)
    Demnach ist eine Wettervorhersage für sieben Tage im Voraus in einem reicheren Land im Schnitt präziser als eine Vorhersage für den nächsten Tag in einem ärmeren Land. Die Forscher nennen zwei Gründe. Einer ist die Geografie. Kurzfristige Vorhersagen sind den Angaben zufolge beispielsweise in den Tropen schwieriger. Genau dort liegen jedoch viele Länder mit niedrigem Einkommen. Mit der Geografie könnten etwa zwei Drittel der weltweiten Unterschiede bei der Genauigkeit der Prognosen erklärt werden. Ein weiterer Grund für die Unterschiede sei die meteorologische Infrastruktur. Ärmere Länder hätten im Schnitt weniger Bodenwetterstationen und andere Messinstrumente, die Informationen liefern. Vorhandene Messsysteme übermittelten zudem teilweise auch seltener Daten.
    Für die Studie analysierte das Forscherteam von der Goethe-Universität und der Columbia University in New York globale Wettervorhersagen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage für die Jahre 1985 bis 2020. Diese Daten verglichen sie mit tatsächlichen Wetterbeobachtungen.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.