Halbleitertechnik
Studie zu Chip-Forschung: Europa verliert Anschluss - China holt bei Patenten auf

Die Forschung und Entwicklung bei Halbleitertechnik findet nach Angaben des Münchener Ifo-Instituts zunehmend außerhalb Europas statt. Vor allem auf Asien entfallen demnach immer mehr Patente.

    Halbleiter-Produktion: Nahaufnahme einer Hand, die eine CPU (Central processing unit) einsetzt.
    Der Anteil der europäischen Halbleiter-Patente geht zurück. (Getty Images / Narumon Bowonkitwanchai)
    Zwischen den Jahren 2000 und 2021 wurde ein Drittel aller Halbleiterpatente in Japan angemeldet (35 Prozent), gefolgt von den USA (18 Prozent) und Südkorea (15 Prozent). Deutschland liegt demnach mit 5,6 Prozent der Patente hinter Taiwan (neun Prozent) und China (sieben Prozent). Auf alle EU-Länder entfallen etwa zehn Prozent der Patente.
    Das ifo-Institut beruft sich für ihre Studie auf Daten des europäischen Netzwerks EconPol Europe.

    China und Tawain haben aufgeholt

    "Zu Beginn der 2000er Jahre lag die EU in der Halbleiterforschung noch vor Taiwan und China", erklärte Ifo-Forscher Oliver Falck. Seitdem hätten die asiatischen Staaten deutlich zugelegt. China etwa steigerte den Anteil der weltweiten Halbleiterpatente - von 0,8 Prozent (2001 bis 2003) auf 17,6 Prozent (2019 bis 2021).
    Um in der Halbleiterforschung nicht den Anschluss zu verlieren, müsse Europa die internationale Zusammenarbeit besonders mit Asien "deutlich ausbauen", forderte Falck.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.