Urteil
Südkoreas Ex-Präsident Yoon wegen Ausrufung des Kriegsrechts schuldig gesprochen

Südkoreas früherer Präsident Yoon ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    Südkoreas suspendierter Präsident Yoon sitzt bei einer Anhörung in seinem Amtsenthebungsverfahren im Gerichtssaal
    Mit dem Ausrufen des Kriegsrechts hat Yoon eine Staatskrise in Südkorea ausgelöst, die bis heute anhält. (picture alliance / Sipa USA / Young Ho)
    Das zentrale Bezirksgericht in der Hauptstadt Seoul sprach den 65-Jährigen schuldig, im Dezember 2024 einen Aufstand angeführt und damit die Verfassung untergraben zu haben. Yoon hatte damals vor dem Hintergrund eines Haushaltsstreits das Kriegsrecht ausgerufen. Spezialeinheiten des Militärs erhielten den Befehl, die Nationalversammlung in Seoul abzusperren. Das Land geriet danach in eine monatelange Staatskrise.
    Die Staatsanwaltschaft hatte im Prozess gegen Yoon die Todesstrafe gefordert.
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.