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Super-Bowl-Halbzeitshow: Trump kritisiert Bad Bunny - Sänger mit politischen Botschaften

US-Präsident Trump hat den spanischsprachigen Auftritt des Sängers Bad Bunny aus Puerto Rico bei der Halbzeitshow des diesjährigen Super Bowl kritisiert. Er sprach von einem "Affront gegen die Großartigkeit Amerikas".

    Sänger Bad Bunny mit der Flagge Puerto Ricos bei der Super-Bowl-Halbzeitshow.
    Super-Bowl-Halbzeitshow mit Bad Bunny (AP / dpa / Mark J. Terrill)
    Zudem verstehe niemand ein Wort, das "dieser Typ" sage, behauptete Trump. Allerdings sprechen offiziellen US-Regierungsdaten zufolge mehr als 41 Millionen US-Bürger Spanisch, wie die Nachrichtenagentur AFP schreibt. Die Karibikinsel Puerto Rico gehört seit 1898 zu den USA. Als erster Künstler bei einer Super-Bowl-Halbzeitshow sang Bad Bunny durchgehend auf Spanisch. US-Popstar Lady Gaga und der puerto-ricanische Sänger Ricky Martin traten als Gäste auf.
    Bad Bunny sang unter anderem "Lo que paso con Hawaii" (Was mit Hawaii geschehen ist), eines der politischsten Lieder seines aktuellen Albums. Darin kritisiert er eine kulturelle Übernahme der Inselkette Hawaii durch die USA.

    Super-Bowl-Halbzeitshow: Bad Bunny mit politischen Botschaften

    Bad Bunny nutzte seinen Auftritt für weitere politische Botschaften. Der 31-Jährige rief "Gott segne Amerika. Ganz Amerika" und ließ Fahnenträger auftreten, die neben der Flagge der USA auch die von vielen anderen Staaten des amerikanischen Doppelkontinents präsentierten. Er warf einen Football mit der Aufschrift "Zusammen sind wir Amerika". Auf einer riesigen Leinwand im Stadion stand zudem: "Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe."
    Bad Bunny gehört zu den am meisten gestreamten Künstlern weltweit. Der Sänger wurde bei der diesjährigen Grammy-Verleihung für das "Album des Jahres" ausgezeichnet. Es war das erste Mal in der Geschichte der Grammys, dass ein rein spanischsprachiges Album in dieser Kategorie geehrt wurde. Seine Kritik an der Abschiebepolitik von Präsident Trump und an den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE hatte in den USA im Vorfeld des Super Bowls zu Kontroversen geführt.
    Viele im "Make America Great Again"-Lager von Präsident Trump kündigten angesichts des Auftritts von Bad Bunny an, die Show als Fernsehzuschauer boykottieren zu wollen. Die Trump-nahe Jugendorganisation "Turning Point USA" veranstaltete ein alternatives Halbzeitkonzert, bei dem der Rockmusiker und Trump-Unterstützer Kid Rock auftrat und das auf Onlineplattformen gestreamt wurde.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.