Damaskus
Syrien kündigt Beginn von Chemiewaffen-Vernichtung an

Syrien hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Chemiewaffen zu zerstören.

    Der syrische Übergangspräsident al-Scharaa und der Leiter der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), Fernando Arias , in Damaskus.
    Der syrische Übergangspräsident al-Scharaa und der Leiter der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), Fernando Arias , in Damaskus. (AFP / -)
    Das teilte der syrische Vertreter bei den Vereinten Nationen dem UNO-Sicherheitsrat mit. Es handele sich um Material, das aus der Zeit des gestürzten Machthabers Assad stamme.
    Nach der Übernahme des Interimspräsidenten al-Scharaa Anfang vergangenen Jahres hatte sich die Regierung bereiterklärt, mit der international angesehenen Organisation für das Verbot chemischer Waffen zusammenzuarbeiten. Ihre Inspektoren hatten seitdem in ganz Syrien nach Lagern chemischer Kampfstoffe gesucht.
    Assad ​hatte während seiner Herrschaft über Jahrzehnte ein umfangreiches Chemiewaffenprogramm aufgebaut. Offiziell trat er der Chemiewaffenkonvention bei. Untersuchungen ergaben jedoch, dass seine Soldaten im syrischen Bürgerkrieg
    ‌weiterhin Sarin, Chlorgas und Senfgas einsetzten. Tausende Menschen wurden getötet oder verletzt.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.