Kopenhagen
Tausende Dänen protestieren schweigend gegen Trumps Afghanistan-Äußerungen

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen haben mindestens 10.000 Menschen gegen die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Trump zum NATO-Einsatz in Afghanistan protestiert. Zu der Kundgebung hatte der dänische Veteranenverband aufgerufen. Der Protestumzug sollte zugleich an die 44 dänischen Soldaten erinnern, die bei dem Einsatz getötet wurden.

    Zu sehen ist ein Protestzug mit vielen Menschen, die rot-weiße Flaggen Dänemarks hochhalten.
    Veteranen-Protest in Kopenhagen (Emil Helms / Ritzau Scanpix Foto / A / dpa-bildfunk)
    Die Demonstration trug das Motto "No Words" - also "keine Worte" - und war als Schweigemarsch organisiert. Der Vizepräsident des Veteranenverbandes, Knudsen, sagte, man habe damit die Sprachlosigkeit symbolisieren wollen, die Trumps Äußerungen ausgelöst hätten.
    Der US-Präsident hatte in der vergangenen Woche wahrheitswidrig behauptet, die NATO-Verbündeten der Vereinigten Staaten hätten sich von den Frontlinien ferngehalten. Trumps Worte hatten auch in weiteren NATO-Ländern Empörung ausgelöst. Der von den USA geführte Einsatz in Afghanistan dauerte rund 20 Jahre und endete 2021.
    Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.