
Sie kritisieren, dass Ministerpräsident Sánchez nachlässig mit der Flüchtlingssituation in Ceuta umgehe. Die Demonstranten befürchten eine wachsende Unruhe in ihrer Stadt und sehen die Sicherheit bedroht. In der Exklave harren seit rund einem Monat rund 5.000 Menschen aus Marokko aus, die an Stränden und in Gewerbegebieten kampieren. Zu ihnen zählen viele Minderjährige, die unbegleitet sind. Hilfsorganisationen versorgen sie notdürftig.
Auch in der spanischen Hauptstadt Madrid und weiteren Städten versammelten sich Demonstranten, um gegen die Politik der spanischen Regierung in Ceuta zu protestieren. Zuletzt hatte die Koalition in Madrid mehr als 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Situation in der Exklave an der nordafrikanischen Küste zu stabilisieren.
Im vergangenen Monat waren schätzungsweise 70.000 Menschen von Marokko nach Ceuta geschwommen. Viele von ihnen kehrten auf dem Landweg zurück. Mindestens 90 ertranken vor Ceuta.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
