Migration
Tausende Südafrikaner protestieren teils gewaltsam gegen Einwanderung

In mehreren Städten Südafrikas haben sich Tausende Menschen versammelt, um gegen illegale Einwanderung zu protestieren.

    Johannesburg: Demonstranten protestieren gegen illegale Einwanderung.
    Tausende Meschen protestierten gegen die Einwanderungspolitik in Südafrika. (Themba Hadebe / AP / dpa / Themba Hadebe)
    Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, lokale Medien berichten von vereinzelten Ausschreitungen und Plünderungen. Organisiert wurde der Protest von der "March and March"-Bewegung, die Migranten für Arbeitslosigkeit, Kriminalität und die Überlastung öffentlicher Einrichtungen in Südafrika verantwortlich macht. Die Anführer der Gruppierung hatten zuvor Einwanderern ohne gültige Aufenthaltspapiere eine Frist gesetzt, das Land bis zum heutigen Tag zu verlassen.
    Seit Beginn der Protestwelle im April wurden den Behörden zufolge mindestens vier Menschen bei rassistischen Übergriffen getötet. Mehrere afrikanische Länder haben ihren Staatsangehörigen freiwillige Rückführungen angeboten, darunter Nigeria, Malawi, Mosambik, Uganda und Ghana. Südafrikas Präsident Ramaphosa verurteilte die Gewalt, zeigte jedoch Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung.
    30 Jahre nach dem Ende der Apartheid leidet Südafrika unter einem schwachem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit. Dennoch bleibt das Land die größte Volkswirtschaft des Kontinents und zieht viele Migranten an.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.