Mittwoch, 24. April 2024

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Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner
"Eine Ära geht zu Ende, das tut mir auch weh"

Barbara Rittner bleibt zwar Chefin des deutschen Damen-Tennis, gibt aber ihr Amt als Tennisbundestrainerin ab. Darin bestehe die Chance für einige Athletinnen, sich inhaltlich einzubringen, sagte sie im Dlf. Bei Angelique Kerber seien positive Signale zu erkennen. Auch Julia Görges sieht sie ganz vorne mitspielen.

Barbara Rittner im Gespräch mit Marina Schweizer | 27.08.2017
    Pressekonferenz mit der Fed-Cup-Trainerin Barbara Rittner.
    Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner. (imago - Jan Huebner)
    Zur Saison 2018 wird Barbara Rittner als Bundestrainerin von Jens Gerlach abgelöst. Rittner ist künftig übergeordnete Chefin für den deutschen Damen-Bereich.
    Mit dem Kernteam um Angelique Kerber und Andrea Petkovic habe sie von 2005 an zusammen gearbeitet. Dass diese Ära nun zu Ende gehe, tue auch ihr weh, sagte Rittner im DLF. Es müsse aber auch einer neuen Ansprache eine Chance gegeben werden. Sie selbst habe die Spielerinnen "von klein auf großgezogen und viel geschützt". Jetzt seien sie erwachsener und reifer und können das möglicherweise mit dem neuem Chef einbringen.
    Kerber im Aufwärtstrend, Görges mit Top-20-Potential
    Die beste Deutsche Angelique Kerber habe eine schwierige Zeit mit persönlichem Druck hinter sich, aber zwischen beiden habe es immer ein offenes Verhältnis gegeben. Kerber habe in Wimbledon gut die Kurve gekriegt, ihre Körpersprache sei wieder besser, auch wenn sie schließlich ein enges Match verloren habe. Zwar fehlten ihr die Hartplatzerfolge, aber Kerber scheine ihr insgesamt mehr bei sich und positiver zu sein, führte die Noch-Bundestrainerin aus.
    Julia Görges spiele eine unglaublich tolle Saison, sei fitter denn je und habe hart an ihrem körperlichen Zustand gearbeitet. Rittner sagte, sie traue ihr auch einen "großen Wurf beim Grand Slam zu", möglicherweise bei den nun anstehenden US Open. Sie sehe sie bis zum Jahresende unter den ersten 20.
    Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.
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