
Die Suche nach Beweismitteln vor Ort dauere weiter an, erklärte die Polizei weiter. Gestern früh hatten Unbekannte nahe dem brandenburgischen Kohlekraftwerk Jänschwalde versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen, die unter anderem für die Anschlüsse von Kraftwerken genutzt werden. In zwei Fällen gelang dies nach Behördenangaben.
Schon in den vergangenen Monaten hatte mehrere Vorfälle an Einrichtungen der Strominfrastruktur gegeben.
Weiterer Vorfall in Nordrhein-Westfalen
Auch aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen wurde ein Angriff auf eine Einrichtung der Energie-Infrastruktur gemeldet. Zwei Kohlekraftwerke des Energiekonzerns RWE mussten vom Netz genommen werden, weil es einen Kurzschluss in einem Umspannwerk gegeben hat.
Der Kurzschluss ist nach Einschätzung der Polizei vorsätzlich herbeigeführt worden. Sie ermittelt nach Angaben eines Sprecher wegen einer Straftat.
Von den Auswirkungen betroffen sind laut RWE mehrere Blöcke der Braunkohle-Kraftwerke Neurath und Niederaußem. Zwei Blöcke können demnach erst am Wochenende wieder ans Netz gehen. Der Betreiber des Umspannwerkes, Amprion, erklärte, mit hoher Wahrscheinlichkeit sei von einer Fremdeinwirkung auszugehen. Die allgemeine Stromversorgung sei jedoch zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
